KI-Info

Das sagt ChatGPT zum Stillarismus:

Der Men­sch ist ein Wesen der Mus­ter­erken­nung. Er sucht Ord­nung im Chaos, Struk­tur im Zufall und Sinn im Frag­ment. Diese Fähigkeit, die evo­lu­tionär über­lebenswichtig war, führt jedoch zu einem para­dox­en Phänomen: Wir erken­nen auch dort Zusam­men­hänge, wo objek­tiv keine existieren. Die Psy­cholo­gie beze­ich­net dieses Phänomen als Apophänie.

Der Begriff wurde 1958 vom Psy­chi­ater Klaus Con­rad einge­führt und beschreibt die Ten­denz, in zufäl­li­gen Dat­en Bedeu­tun­gen oder ver­bor­gene Muster zu sehen. Gesichter in Wolken, ver­meintliche Botschaften in Zahlen­fol­gen oder „Zeichen“ in alltäglichen Ereignis­sen sind Aus­druck dieser Wahrnehmungs­dy­namik. Apophänie ist keine Störung, son­dern eine grundle­gende Eigen­schaft des men­schlichen Geistes: Er ergänzt, verbindet und interpretiert.

In diesem Kon­text lässt sich das kün­st­lerische Konzept des Stil­lar­is­mus verorten.

Der Begriff leit­et sich vom ital­ienis­chen „stil­lare“ ab – „tropfen“, „langsam fließen“, „ein­sick­ern“. Stil­lar­is­mus beze­ich­net dem­nach keine Kun­st des Still­stands, son­dern eine Ästhetik des allmäh­lichen Her­vortretens. Bedeu­tung entste­ht nicht abrupt, son­dern tropfen­weise. Sie sick­ert in das Bewusst­sein des Betra­chters ein.

Im Stil­lar­is­mus ist das Werk selb­st oft reduziert, frag­men­tarisch oder struk­turell offen. Wieder­hol­un­gen, min­i­male Abwe­ichun­gen, serielle Ele­mente oder schein­bar zufäl­lige Anord­nun­gen bilden die for­male Grund­lage. Doch im Unter­schied zu rein for­malen Min­i­mal­is­men geht es hier nicht primär um Objek­tiv­ität, son­dern um Wahrnehmungsprozesse.

Die kün­st­lerische Strate­gie beste­ht darin, eine Sit­u­a­tion zu schaf­fen, in der Bedeu­tun­gen nicht vorgegeben, son­dern langsam gener­iert wer­den – Tropfen für Tropfen im Akt der Betrachtung.

Ein stil­lar­is­tis­ches Werk kön­nte etwa aus ein­er Serie leicht vari­ieren­der Lin­ien beste­hen, die sich über die Fläche verteilen. Zunächst erscheinen sie neu­tral. Doch mit zunehmender Betra­ch­tungs­dauer begin­nen Zusam­men­hänge aufzu­tauchen: Rhyth­men, Fig­uren, Bewe­gungsrich­tun­gen, vielle­icht sog­ar nar­ra­tive Andeu­tun­gen. Diese Bedeu­tun­gen sind nicht expliz­it im Werk kodiert; sie entste­hen im zeitlichen Prozess der Wahrnehmung.

Hier verbindet sich Stil­lar­is­mus unmit­tel­bar mit Apophänie. Während Apophänie das psy­chol­o­gis­che Phänomen beschreibt, Sinn im Zufall zu erken­nen, gestal­tet der Stil­lar­is­mus ästhetis­che Sit­u­a­tio­nen, in denen genau dieser Mech­a­nis­mus aktiviert wird. Das Werk operiert an der Schwelle zwis­chen Ord­nung und Zufäl­ligkeit. Es ist wed­er ein­deutig struk­turi­ert noch vol­lkom­men chao­tisch. Ger­ade diese Zwis­chen­zone erlaubt es, dass Bedeu­tung allmäh­lich „ein­tropft“.

Der zeitliche Aspekt ist entschei­dend. Stil­lar­is­mus ist keine Kun­st des schnellen Ein­drucks, son­dern der ver­langsamten Rezep­tion. Bedeu­tung entste­ht durch Dauer. Je länger der Blick ver­weilt, desto dichter wird das Netz der möglichen Zusam­men­hänge. Wahrnehmung wird zu einem Prozess des Sed­i­men­tierens – Schicht um Schicht lagern sich Inter­pre­ta­tio­nen ab.

Philosophisch betra­chtet ver­weist der Stil­lar­is­mus auf eine kon­struk­tivis­tis­che Erken­nt­nis­the­o­rie: Wirk­lichkeit ist nicht ein­fach gegeben, son­dern wird im Wahrnehmungsakt erzeugt. Das Kunst­werk ist dabei kein Träger fix­er Aus­sagen, son­dern ein Gen­er­a­tor von Möglichkeit­sräu­men. Es schafft Bedin­gun­gen, unter denen Sinn entste­hen kann – aber es erzwingt ihn nicht.

Die Verbindung von Apophänie und Stil­lar­is­mus macht sicht­bar, dass Bedeu­tung wed­er auss­chließlich im Objekt noch auss­chließlich im Sub­jekt liegt. Sie entste­ht im Zwis­chen­raum, im Wech­sel­spiel zwis­chen äußer­er Struk­tur und inner­er Pro­jek­tion. Das Tropfen – das stil­lare – beschreibt diesen Über­gang: von der materiellen Form zur men­tal­en Konstruktion.

In ein­er Zeit per­ma­nen­ter Reizüber­flu­tung set­zt der Stil­lar­is­mus damit einen Gege­nakzent. Er fordert Geduld, Aufmerk­samkeit und die Bere­itschaft, Unsicher­heit auszuhal­ten. Die Kun­st liegt nicht im Spek­takel, son­dern im leisen Entstehen.

Zusam­men­fassend lässt sich sagen:

Apophänie benen­nt die men­schliche Nei­gung, Sinn im Zufall zu erken­nen. Stil­lar­is­mus – abgeleit­et von stil­lare – insze­niert diesen Prozess als ästhetis­ches Prinzip des langsamen, tropfen­weisen Bedeu­tungsauf­baus. Bedeu­tung wird nicht präsen­tiert; sie bildet sich. Nicht schla­gar­tig, son­dern allmählich.


Wie schön, was die AI Meta über den Stillarismus weiß:

Stil­lar­is­mus ist eine Kun­strich­tung, die sich mit der Darstel­lung und Erforschung von Apophänie beschäftigt. Apophänie ist das Phänomen, bei dem Men­schen Muster, Bedeu­tun­gen oder Zusam­men­hänge in zufäl­li­gen oder neu­tralen Reizen erkennen.

Im Stil­lar­is­mus wird die Apophänie als kreative Kraft genutzt, um neue Bedeu­tun­gen und Zusam­men­hänge zu ent­deck­en. Stil­lar­is­tis­che Kün­stler ver­wen­den ver­schiedene Medi­en und Tech­niken, um kom­plexe Muster und Struk­turen zu gener­ieren, die den Betra­chter dazu ein­laden, seine eigene Inter­pre­ta­tion und Bedeu­tung zu finden.

Der Stil­lar­is­mus kann als eine Form der Kun­st betra­chtet wer­den, die die Gren­zen zwis­chen Zufall und Bedeu­tung, zwis­chen Chaos und Ord­nung, aus­lotet. Durch die Ver­wen­dung von ver­schiede­nen Medi­en und Tech­niken kön­nen Stil­lar­is­tis­che Kün­stler kom­plexe Muster und Struk­turen gener­ieren, die den Betra­chter dazu ein­laden, seine eigene Inter­pre­ta­tion und Bedeu­tung zu finden.

Einige mögliche The­men und Fragestel­lun­gen, die im Stil­lar­is­mus behan­delt wer­den kön­nten, sind:

  • Die Beziehung zwis­chen Apophänie und Syn­tropie (die Ten­denz von Sys­te­men, sich von einem Zus­tand der Unord­nung und Zufäl­ligkeit hin zu einem Zus­tand der Ord­nung und Struk­tur zu entwick­eln)
     
  • Die Rolle der Kreativ­ität und der Imag­i­na­tion bei der Ent­deck­ung neuer Bedeu­tun­gen und Zusam­men­hänge
     
  • Die Möglichkeit, dass die Apophänie als kreative Kraft genutzt wer­den kann, um neue For­men von Ord­nung und Struk­tur zu ent­deck­en.

Galerie

Thousand Times “I love you”.

A Rose Is A Rose Is A Rose

Nicht nur dahin gewor­fen, nicht nur daher gesagt.
Mit der Liebe auch den Rosen­strauß
auf den bun­ten Boden der Tat­sachen kat­a­pul­tiert.
Aufgeklatscht, aufgek­nallt
Zunei­gung am Nullpunkt, geht zur Neige
ste­ht nicht still, sam­melt sich
wie ein Meer aus let­zten Tropfen
ergießt sich irgend­wann in heller Ton­farbe
der eige­nen inneren Stimme
und Neuan­fang zeich­net sich ab.

(Text Andi Sub­stanz)


Erklär mir Orange

Erklär mir Orange

Huch! Was liegt denn da
am Herzen?
In der Gegend ganz nah am Bro­ca-Are­al,
so schüt­ten wir es aus
in Worten
die Lei­den­schaft beschreiben
in geschwun­genen Lin­ien ent­lang
keine Gren­zen zu set­zen
im Prozess von orange zu tief braun
Alles let­zten Endes endlich, enden in Staub und Asche.

(Text Andi Sub­stanz)


Cat State

cat state, burkhard zimmer, Münster

Gön­nen wir uns den zweit­en, drit­ten, vierten Blick!
Erken­nen Schrödingers Katze in allem Lebendi­gen.
Lebendig und tot gle­icher­maßen.
Bis wir die Mess­lat­te anle­gen – in den Boden ram­men
als Wegp­fos­ten Rich­tung abkom­mandiertem Himmel­fahrts­kommando.
Hal­ten Hände frei für Hantieren mit Schwarz und Weiß, Malerei
mit sämtlichen Grautö­nen dazwis­chen
in Stufen auf, in Stufen ab
lauschen dem Klang
erken­nen die Melodie der Welt.

(Text Andi Sub­stanz)


a.o. for any

a.o. for any

[ohne Worte]


Wo ist denn die Liebe?

liebe_burkhard_zimmer

Unweit vom Stamm aufge­fall­en
Farb­schicht­en aufge­brochen bis zum Grund
grundiert mit Liebe auf ges­pan­ntem Stoff
zur Suche aus­gerufen in Gesichtern aus Rück­sicht
in Rück­spiegelun­gen unter der Ober­fläche gesichtet.
Tote Fäden gle­ichen roten Strichen
aufge­tra­gen, Trennlin­ie Hor­i­zont
fällt wie Domi­nos­teine,
Weg frei für den Weg Rich­tung Orbit
erhellen das Schwarz.

(Text Andi Sub­stanz)


Huch, das isser der Bommel

[ohne Worte]


Impressum

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Name: Burkhard Zimmer

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Die Story

Klecks über Fleck zum Stillarismus

Kun­st machen mit dig­i­tal­en Mit­teln – wie könn­te das aus­sehen? Diese Frage stellte sich mir gegen Ende meines Beruf­slebens, aus­gelöst durch ein beson­deres Erleb­nis. Trotz kün­st­lerisch­er Aus­bil­dung hat­te ich lange im Mar­ke­ting gear­beit­et und dort einen wirk­lich guten Job gemacht. Neue Entwick­lun­gen auf­spüren, Prob­leme auf kreative Art lösen, trou­ble­shoo­ting – da lag meine Stärke.

Schon früh erkan­nte ich, dass eine dig­i­tale Re­vo­lu­tion bevor­stand, die uns zum Umdenken zwin­gen würde. Nicht nur im Mar­ket­ing, son­dern in fast allen Bere­ichen des täglichen Lebens. So auch in der Kun­st, der nach wie vor mein Herz gehörte. Hier wollte ich weit­er forschen.


Noch aber war es nicht soweit. Noch fuhr ich jeden Mor­gen zur Arbeit, hat­te aber fast nichts mehr zu tun. Mein Schreibtisch war leer. Ich hat­te alle Auf­gaben wegdelegiert, Ver­ant­wor­tung abgegeben. Nun star­rte ich die Wände an und sah meinen jün­geren Kol­le­gen hin­ter­her, die eifrig den Flur ent­lang flitzten.

Mein Nicht­stun machte mich halb wahnsin­nig, mein Gehirn wollte Beschäf­ti­gung, ich kon­nte ihm aber nichts bieten. Um den­noch „busy“ zu wirken, öffnete ich Tag für Tag mein iPad und spielte herum.


So auch an diesem Mor­gen. Plöt­zlich blieb mein Blick an einem Foto hän­gen. Irgend­wann ein­mal hat­te ich einen Maltisch fotografiert, über­sät mit Kleck­sen und Tropfen, die beim Malen ent­standen waren. Ein zufäl­liges buntes Muster auf dem Touch­screen? Nicht ganz. Denn als ich genauer hin­schaute, ent­deck­te ich im „Gewim­mel“ einen weib­lichen Akt. Einen Tor­so, wie man ihn aus der Antike kennt.

Das inter­essierte mich. Ich begann, das Meer von Kleck­sen näher zu betra­cht­en, zoomte es her­an. Ich sah noch weit­ere For­men und Muster darin. Ein Tier zum Beispiel, einen Apfel und spazierende Men­schen. Es war verblüf­fend, wie mein Gehirn den Fleck­en­tep­pich in etwas umwan­delte, das Bedeu­tung hatte.


Ich öffnete die Farb-Tropfen­bilder in ein­er Grafik-App. Dort kon­nte ich mit ein­fachen, manch­mal nur zaghaften Strichen den Mustern und Fleck­en eine Kon­tur geben. Ich begann, mit den Mustern zu spie­len und ent­deck­te darin immer mehr For­men und Bilder. Die skizzen­haften Lin­ien führten dazu, dass der poten­tielle Betra­chter das­selbe sehen würde wie ich. Das Zusam­men­wirken von iPad, Stift und den Fleck­en-Fotos sti­mulierten mein Gehirn. Sie halfen mir, Kreativ­ität und Fan­tasie zu entfalten.

Ich ver­brachte die näch­sten Büro-Tage damit, auf dem iPad zu exper­i­men­tieren. Der dig­i­tale Zeichen­s­tift war mein wichtig­stes Werkzeug. Ich zog weit­ere Klecks-Fotos hinzu. Auch hier kon­nte ich geheimnisvolle Fig­uren, Tiere, Pflanzen in den Kleck­sen und Fleck­en aus­machen und behut­sam bear­beit­en. Diese Ent­deck­ungsreisen macht­en nicht nur Spaß, sie sorgten auch für tiefe Befriedi­gung. Eine Art Med­i­ta­tion, die mich vorm bore out bewahrte. Stun­den kon­nten verge­hen, in denen ich dig­i­tale Bilder schuf, die kaum mehr von tra­di­tioneller Malerei zu unter­schei­den waren.


Malerei und Zeich­nen waren während des Kunst­stu­diums nie mein Ding gewe­sen, ich hat­te über­wiegend konzep­tionell gear­beit­et. Das set­ze ich mit der dig­i­tal­en Malerei nun fort. Denn dahin­ter ste­hen wed­er Pin­sel, Far­ben noch Bleis­tift, son­dern ein kreatives Konzept: Zufäl­ligkeit­en greif­bar machen mit dig­i­tal­en Mitteln.

Diese eigene Art kün­st­lerisch zu arbeit­en, nenne ich Stil­lar­is­mus. Die Beze­ich­nung ver­danke ich einem ital­ienis­chen Kol­le­gen und seinem Hin­weis auf die ital­ienis­chen Begriffe stil­la (Tropfen) bzw. stil­lare (her­aus­fil­tern, durch­sick­ern, tröpfeln, Geheim­nis aufdecken).


Für weit­ere Ent­deck­un­gen hier eine Link-Sammlung:


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